Dr. med.
Lars Paschen
Facharzt für Allgemeinmedizin
Naturheilverfahren   Akupunktur   Rettungsmedizin

Akupunktur

Die Akupunktur ist eine jahrtausend alte chinesische Methode der medizinischen Behandlung, die als ein Bestandteil der "TCM" (Traditionelle Chinesische Medizin) gesehen wird. Der chinesische Name der Akupunktur lautet "Zhen Jiu", was so viel bedeutet wie "Stechen und Brennen". Das hört sich zwar unangenehm an, doch verbirgt sich dahinter das Einstechen in die Haut, unter Umständen auch in Verbindung mit der Moxibustion, d.h. dem Anwärmen von Akupunkturpunkten. Das kann zwar manchmal schmerzhaft sein, doch ist unmittelbar darauf meist eine wundervolle Entspannung spürbar.

Nur wenige wissen, dass selbst in China die traditionelle Akupunktur im 19.Jahrhundert fast in Vergessenheit geriet. Am Anfang des letzten Jahrhunderts befassten sich Mediziner mit der Akupunktur als Unterstützung in der Anästhesie. Sie erzielten große Erfolge mit der Elektrostimulation von Akupunkturnadeln und konnten unter Akupunkturanästhesie große Operationen beim wachen Patienten durchführen, aber auch stärkste Schmerzen lindern. Dies kann man als großen Durchbruch der Akupunktur für die Schulmedizin werten, denn durch die mit Akupunkturanästhesie durchgeführten Operationen wurden auch die westlichen Mediziner auf die Akupunktur aufmerksam.

Heute tritt der Begriff TCM bzw. Akupunktur immer mehr in die gesundheitspolitische Diskussionen. Waren die Akupunkteure bis vor ein paar Jahren fast nur Heilpraktiker und Ärzte mit dem Schwerpunkt Naturheilverfahren, so setzt sich neuerdings die Akupunktur auch in der breiten Schulmedizin durch.

Die Krankenkassen haben auf diesen Umstand und den zunehmenden Druck von den Patienten reagiert. Dadurch ist die Akupunktur eine „Krankenkassenleistung“ geworden. Leider trifft dieses nur bei zwei Krankheitsbildern zu: bei chronischen Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule (chronisches LWS- Syndrom) und bei Verschleißerscheinungen im Kniegelenk (Arthrose). Alle weiteren Indikationen dürfen nicht über die Krankenkassen abgerechnet werden! Die meisten privaten Krankenversicherungen übernehmen auf vorherige Anfrage die Kosten für eine Behandlungsserie bei chronischen Schmerzzuständen.

Mittlerweile hat man aber auch erkannt, dass die Akupunktur bei der Behandlung von vielen anderen Krankheiten besser wirkt als die reine westliche Schulmedizin. So wird die Akupunktur mittlerweile vor allem bei chronischen Schmerzzuständen und bei vegetativen und psychosomatischen Störungen erfolgreich angewandt.

Hauptsächlich wird die Akupunktur bei Migräne, Kopfschmerzen und chronischen Schmerzzuständen des Bewegungsapparates durchgeführt. Aber auch bei folgenden Indikationen hat die Akupunktur Erfolge aufzuweisen:

  •  Asthma
  • Allergien
  • Irritables Kolon und andere Magen- Darm- Erkrankungen
  • Psychosomatische Beschwerdebilder
  • Schlafstörungen
  • Erschöpfungszustände
  • Depressionen
  • Suchterkrankungen
  • Neurodermitis
  • Regelschmerzen
  • Neuralgien (z.B. Schmerzen durch Gürtelrose)
  • Phantomschmerzen nach Amputation von Arm oder Bein

 

Wichtig ist jedoch, dass man sich bei der Akupunkturbehandlung einem gut ausgebildeten Therapeuten anvertraut. Nach einer zunächst sorgfältig gestellten Diagnose ist ein daraufhin für den/die Patienten/ -in individuell abgestimmter Therapieplan eine Grundvoraussetzung für eine erfolgversprechende Akupunkturbehandlung.

Über 20.000 Mediziner haben mittlerweile Akupunkturkurse besucht, doch wurde bis vor einigen Jahren die Akupunkturausbildung teilweise in zwei Wochenendkursen absolviert.
Heute erhalten Ärzte die Zusatzbezeichnung "Akupunktur" nur, wenn sie u.a. mindestens 200 Stunden Ausbildung und eine bestimmte Anzahl von durchgeführten Behandlungen nebst einer umfangreichen Abschlussprüfung nachweisen können.

Für die Patienten, die in Zukunft durch die Gesundheitsreform sowieso einige Leistungen selber zahlen müssen, wird die Akupunktur ein gute Alternative zur herkömmlichen Schulmedizin sein. Auch wenn sie als "privatärztliche Leistung" aus dem Portemonnaie der Patienten bezahlt wird, hat die Akupunktur oftmals Vorteile gegenüber den "Salben, Pillen und Zäpfchen". Eine Akupunktur ist kein chemischer Eingriff in den menschlichen Organismus und hat, richtig angewandt, kaum Nebenwirkungen. Als "natürlicherer" Behandlungsweg einer Erkrankung ist die Akupunktur schon heute ein wichtiger Bestandteil der Medizin. Der erste Schritt zur Integration der Akupunktur in die Schulmedizin ist erfolgt; der Weg zum festen Bestandteil der täglichen, ärztlichen Tätigkeit wird langsam aber sicher folgen.

 

Letzte Aktualisierung: 03.01.2011

 
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